Betriebliches Mobilitätsmanagement

Mobilitätsmanagement zahlt sich aus

Mobilität ist die Basis eines jeden erfolgreichen Unternehmens. Waren müssen angeliefert; Beschäftigte, Kunden und Geschäftspartner den Betriebsstandort schnell und unkompliziert erreichen. In der Folge bedeutet das: viel Verkehr. Zwei Drittel aller Berufstätigen fahren mit dem Auto zur Arbeit und stecken täglich im dichten Verkehr fest. Durchschnittlich steht ein Beschäftigter, allein auf dem Arbeitsweg 40 Stunden pro Jahr im Stau. Zeit, die sich deutlich besser nutzen lässt.

 

Ein Gewinn für Beschäftigte…

Auf langen Pendelstrecken ist eine Alternative zum Pkw nicht immer vorhanden. Doch gerade beim durchschnittlichen Arbeitsweg von 17 Kilometern kann sich der Blick über den Tellerrand lohnen. Wer auf öffentliche Verkehrsmittel, Fahrräder oder Fahrgemeinschaften umsteigt oder bei kurzen Wegen zu Fuß geht, kann unter Umständen:

  • schneller ans Ziel kommen,
  • Kraftstoffkosten sparen und
  • mehr Bewegung in den Alltag bringen.

 

… und für Betriebe

Betriebe können die Verkehrsmittelwahl ihrer Beschäftigten aktiv mitgestalten, indem sie dazu beitragen, dass die Fahrt mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln für den Beschäftigten attraktiv ist. Betriebliches Mobilitätsmanagement kann den Weg zu einer nachhaltigen Arbeitnehmermobilität ebnen. Es untersucht die Mobilität am Unternehmensstandort systematisch (z.B. durch Mitarbeiterbefragungen oder Standortanalysen), identifiziert Hindernisse bei der Nutzung von Bus, Bahn, Fahrrad und Fahrgemeinschaften und hilft, die passenden Anreize zu schaffen. Das bringt auch Vorteile für Unternehmen:

  • Sie können Parkflächen reduzieren und Kosten senken,
  • sie profitieren von fitteren Mitarbeitern,
  • sie leisten einen Beitrag für die Umwelt,
  • sie sind besser erreichbar und
  • damit als Arbeitgeber attraktiver.

 

Mit der richtigen Maßnahme punkten

Das Spektrum möglicher Maßnahmen ist breit und reicht von vergünstigten Jobtickets über die Einführung von Mitfahrbörsen bis hin zum Dienstradleasing. Ob die Investition kleiner – zum Beispiel für den Bau einer Dusche – oder größer – wie bei der Bereitstellung von Werksbussen – ausfällt, hängt nicht zuletzt von den Bedürfnissen der Beschäftigten ab und ist von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich.

 

Quelle: www.mobil-gewinnt.de

Handlungsfelder von Mobilitätsmanagement

Mobilitätsprogramme haben Ziele, Maßnahmen und technische Hilfen für eine wirtschaftliche und umweltverträgliche Abwicklung des unternehmensbezogenen Verkehrs einschließlich des innerbetrieblichen Werkverkehrs zum Inhalt. Sie können durch eine institutionalisierte Mobilitätsberatung gefördert werden.

Mögliche Handlungsfelder sind:

  • Fuhrpark- und Dienstreisemanagement, z. B. durch
    • Abschlüsse von Rahmenverträgen mit Fahrzeug- oder Fahrradvermietungen (www.vrnnextbike.de)
    • Reduzierung des Fahrzeugpools und Teilnahme Nutzung von Car-Sharing-Angeboten
  • Auswahl von Transportmitteln und Transportstrecken, z. B. durch
    • Erledigung kurzer Dienstreisen mit dem Dienstfahrrad (www.vrnnextbike.de)
  • Wegstreckenempfehlungen für Beschäftigte und Kunden, z. B. durch
    • Verbesserung der Anreiseinformationen für Besucher auf der Internetseite
    • Aufnahme der nächstgelegenen ÖPNV-Haltestelle(n) auf der Internetseite, in der E-Mail-Signatur und auf den Briefbögen
  • Betriebliche Parkraumbewirtschaftung, z. B. durch
    • Kombination aus kostenpflichtigen Parkplätzen und einer Bezuschussung zum Job-Ticket des VRN
  • Förderung des Radverkehrs durch Verbesserung der fahrradrelevanten Infrastruktur, z. B. durch
    • Einrichtung von überdachten Fahrradabstellanlagen und Lademöglichkeiten für E-Bike-Akkus
    • Einrichtung von Umkleideräumen mit Duschmöglichkeit
  • Flexible Arbeitszeiten, sodass Wege zu/von der Arbeit mit dem ÖPNV zurückgelegt werden können
  • Abstimmung der Startzeiten von Besprechungsterminen auf die Fahrpläne des öffentlichen Verkehrs
  • Anreize zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, z. B.
  • Beschaffung von Job-Tickets
  • Förderung von Fahrgemeinschaften, z. B. durch
  • Empfehlungen und Schulungen über spritsparendes Fahren oder die positiven Auswirkungen von täglichem Fahrradfahren
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